متن و ترجمه پارسی
Hallo, Leute!
Hallo, Cari!
Das hat nicht so gut geklappt.
Doch, ist gut.
Hallo, Leute!
Hallo, Cari!
Ich freue mich heute über unseren ersten Gast, Manuel.
Ich bin der erste Gast, tatsächlich.
Ja, das ist ja erst unsere vierte Sendung.
Ah, okay.
Unser heutiger Gast heißt Emanuel und ihr kennt ihn wahrscheinlich alle von yourdailygerman.com,
dem bekannten Blog zum Deutschlernen.
Ist das der bekannteste Deutschlernen-Blog?
Gibt es noch bekanntere?
Ich glaube, es ist der bekannteste.
Geil.
Ja.
Ja.
Das ist ja ganz schön beeindruckend, Manuel.
Wir gratulieren.
Ja, wir haben ja einen Celeb in diesen Wissen.
Wen wir hier heute sitzen haben.
Aber es gibt nicht so viele.
Also, die meisten machen irgendwelche Online-Kurse oder YouTube-Videos.
Ein Blog ist …
Du bist old school.
Ich bin old school, aber gleichzeitig nicht.
Ja, meine App kommt auch irgendwann raus.
Oh.
Irgendwann.
Und du hast auch schon mal ein Video gemacht, habe ich.
Ich habe sogar zwei Videos gemacht.
Zwei Videos.
Und ich habe mit euch auch zwei Videos gemacht.
Richtig.
Die waren richtig gut.
Die waren richtig populär.
Also, ich muss sagen, alle Videos mit Emanuel drin waren, ja, waren außerordentlich
populär und werden immer noch kommentiert.
Eins zum Berliner Dialekt und eins, wo du dich mit Janusz gestritten hast.
Ja, und ich muss, ich gucke immer mal wieder nach, wie es so läuft und ich
Ich muss sagen, ich war echt stolz, als ich gesehen habe, dass Anjas Streitvideo nicht
so gut gelaufen ist wie mein Streitvideo.
Hey, it's not a competition.
Aha, also das …
Ach, bitte.
Ne, Manuel guckt sich schon die Kommentare genommen.
Ich glaube, Cari und ich, wir sind uns da einig, dass es sehr wohl eine Competition
ist.
Sind wir uns das, Manuel?
Kenn dich doch.
Ja, man guckt natürlich mal bei anderen Videos rein, aber dieses Video tatsächlich,
ich habe da schon drüber nachgedacht, es ist ja immer so, wenn man eine Reihe
macht, dann ist das erste immer ein bisschen populärer.
Und wir hatten einfach auch einen griffigen Titel und ein gutes, wie heißt das, ein
gutes Thumbnail macht ja auch was aus und zwar sieht man Janusz und dich am Streiten
und der Titel ist How to argue in German oder How Germans argue und das ist einfach
…
Clickbait.
Catchy.
Ja.
Jetzt benutzen wir schon wieder so viele Anglizismen.
Ja, da kriegen wir wieder Ärger.
Aber dazu später.
Wir haben Feedback bekommen, glaube ich.
Oder?
Richtig.
Manuel, womit fangen wir an?
Du hast irgendwas geschrieben von einem Fanbrief.
Ja, wir haben diese Woche zum ersten Mal Post bekommen.
Nein.
Zum ersten Mal.
Gedruckte Post, keine E-Mail.
Zum ersten Mal.
Und zwar steht da drauf Easy German Podcast in Klammern Easy Languages und
dann unsere Adresse und zwar Post von Glipp heißt die junge Dame oder der junge
Herr.
Ich weiß gar nicht, was Glipp für ein Name ist.
Ich habe die ganze Zeit gedacht …
Aus welchem Land denn?
Das ist eine junge Frau, aber vielleicht ist es auch ein Mann, ehrlich gesagt.
Darf ich das mal sehen?
Das ist der Ukraine.
Er kommt sie oder er und wohnt aber in Krakau.
Hallo Kari, Janusz und das ganze Easy German Team.
Das ist schonmal das erste große, die erste große Enttäuschung.
Wo ist Manuel?
Na, ich bin ja in einem Team mit drin.
Das ist schon in Ordnung.
Ist ja keine Personality Show hier.
Es dauerte sehr lange, bis ich mich endlich entschieden habe, einen Brief zu
schreiben.
Ich bin aus der Ukraine, aber wohne jetzt in Krakau.
Ich habe lange Deutsch gelernt, aber keinen guten Erfolg gehabt.
Ich war sehr froh zu hören, dass Sie einen Podcast anfangen.
Deshalb möchte ich ein paar Ideen mit Ihnen teilen.
Ja, und jetzt …
Jetzt kommen die Ideen, da blicke ich nicht durch.
Mach ich das mal.
Ja, jetzt kommen viele Ideen und ich muss sagen, dass jede einzelne Idee, also
die sind nur ganz kurz beschrieben, jede einzelne Idee ist an sich toll.
Zum Beispiel ist eine Idee, dass wir jede Woche Wörter geben und dann unsere Zuhörer
daraus Geschichten schreiben müssen und uns die Geschichten zuschicken und wir
die Beste vorlesen, was ich eine super tolle Idee finde.
Das einzige, mein einziger Einwand wäre, dass es etwas, was sehr viel Aufwand ist,
auch zu organisieren, weil irgendwer muss ja die ganzen Briefe auch lesen und sortieren.
Die zweite Idee ist eine Idee mit einem sozialen Aspekt.
Sie würden gerne Brieffreundschaften führen mit alten deutschen Menschen, die in einem
Altenheim sind und sich freuen würden, Post zu bekommen und dann vielleicht auch
ja mit Ihnen Deutsch üben können.
Wow.
Auch eine tolle Idee.
Und das dritte ist ein German Pub.
Leute haben wenig Zeit, Leute machen Spaß, Leute möchten spielen und keinen Stress
haben.
Das ist natürlich korrekt.
Und es geht darum, ein Quiz in einer Bar zu machen, also so was wie ein Pub-Quiz,
aber für die deutsche Sprache.
Auch eine geniale Idee.
Also alles tolle Ideen von Glip.
Vielen Dank für deinen Brief aus Krakau.
Und diese Ideen werden wir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und vielleicht mal
eine Aktion dazu machen.
Ja, großartig.
Die kommen auf unsere Ideenliste.
Dankeschön, Glip.
Manuel, hast du auch Feedback?
Ja, wir haben noch eine großartige, auch weitere Idee tatsächlich erhalten.
Und zwar von Clay aus, weißt du aus welchem Land?
Ich glaube, das war aus den USA.
Clay schreibt, danke für den Podcast.
Er ist toll.
Ich habe ein Easy German Podcast Trinkspiel erstellt.
Ach, der war das.
Jedes Mal, wenn Cari tatsächlich sagt, muss man einschnappen.
Oh.
Und ich habe das gestern Abend gelesen und habe sehr, sehr laut gelacht, um 1 Uhr nachts
an meinem Rechner alleine.
Und ich wollte eigentlich Schnaps mitbringen, damit wir das direkt in die Tat umsetzen
können und hier live machen, aber es ist noch sehr früh hier in Berlin, deswegen.
Wieso?
Es ist 20 vor 3.
Wir hätten doch jetzt wohl einen Schnaps trinken können.
Es wäre ja nicht bei einem geblieben, weil du wahrscheinlich öfter als einmal
tatsächlich sagen wirst.
Vielleicht muss nur sie einen Schnaps trinken.
Das wäre es natürlich.
Und dann verändert sich das tatsächlich.
Dann sagt sie irgendwann nicht mehr tatsächlich, sondern tatsächlich.
Das ist tatsächlich eine gute Idee.
Dann würde ich sagen, solltet ihr, liebe Zuhörer, jetzt auf Pause drücken, in
das Geschäft gehen, euch einen Schnaps holen, zum Beispiel einen guten deutschen
Kräuterlikör.
Und dann könnt ihr immer, wenn ich tatsächlich sage, tatsächlich einen Schnaps trinken
und am Ende dieser gemeinsamen Stunde mit uns zusammen habt ihr ganz viel Spaß.
Ein großartiger Vorschlag von Trey.
Sag ich wirklich so oft tatsächlich?
Ja, ja.
Echt?
Ja.
Ist dir das auch schon aufgefallen?
Ja, also mir ist es nicht bewusst aufgefallen, aber als er es vorgelesen
hat, habe ich gedacht, ja, genau.
Tatsächlich.
Das Thema der Woche, Manuel.
Ja, das haben wir eigentlich, dachten wir, wir überlassen das unserem Gast.
Manuel, worüber möchtest du denn gerne reden diese Woche?
Moment mal, wir haben in der WhatsApp-Gruppe uns darauf geeinigt, dass ihr das sagt.
Das ist auch richtig so.
Na ja, wir dachten, du bist ja Ur-Berliner.
Ist das richtig?
Du bist in Berlin geboren.
Nee, das nicht, aber groß geworden.
Also ich bin in Dresden geboren und dann ist meine Mutti hier hingezogen, als
ich zwei Jahre alt war oder drei.
Ja.
Also quasi fast seit der Geburt hier, seit du zwei bist.
In Berlin Uff, ihr wachsend.
Uff, ihr wachsend.
Always.
Ja, sehr gut.
Okay.
Ja, und wir dachten, wir quatschen heute einfach mal über Berlin, ist ja die Hauptstadt.
Über Berlin.
Und ich finde das ganz interessant, ich habe dich direkt mit einem Thema, ich habe dir
direkt ein Thema geschickt, was wir nämlich auch bei Easy Germany Tage machen werden
und wo wir gestern angefangen haben, Interviews zu führen.
Und das Thema ist, wie hat sich Berlin verändert?
Der Anlass ist jetzt 30 Jahre Mauerfall, aber es ist natürlich, insgesamt hat sich diese
Stadt über, ja immer eigentlich stark verändert, über die ganze, diese Stadt hat sehr viel
Geschichte und das ist etwas, was mich auch persönlich fasziniert.
Aber ich dachte, wir fangen erst mal an, indem wir alle kurz erzählen, was wir
überhaupt an Berlin mögen oder warum wir hier sind, weil du bist hier aufgewachsen
und hier geblieben und ich bin mittlerweile nach Berlin gezogen, Manuel auch schon
zwei Mal nach Berlin gezogen oder drei Mal wieder weggegangen, wiedergekommen.
Das ist ja schon mal, das hat ja eine gewisse Anziehungskraft.
Auf jeden Fall.
Du darfst anfangen, Manuel.
Ich darf anfangen, mit was mir an Berlin gefällt.
Ja, also ja, ich bin tatsächlich hier aufgewachsen und mir hat es echt ganz
lange eigentlich nicht so gefallen.
Also ich wollte hier immer weg, vor allem wegen der ganzen Deutschness um
mich rum. Also ja, Berlin ist man sagt, Berlin ist nicht Deutschland
und la la la la la la, aber natürlich ist es das irgendwie schon und mir
persönlich fehlt, hat immer was gefehlt.
Und das ist jetzt nicht anders, außer dass jetzt viel mehr die Welt in Berlin
ist und deshalb ist jetzt mein Bedarf wegzugehen nicht mehr ganz so groß.
Außerdem bin ich jetzt älter und ruhiger geworden.
Nicht ruhiger, aber habe irgendwie mehr das Gefühl, ja, ich kann mir meine Welt
ja einfach so machen, wie ich das will, egal wo ich bin.
Und ja, deshalb ist jetzt mein Drang wegzugehen nicht mehr so groß.
Nichtsdestotrotz finde ich Berlin eine echt schöne Stadt, weil die Stadt
unglaublich grün ist.
Also die Stadt ist wahnsinnig grün und gibt wahnsinnig viel Platz.
Du bist nie.
Du hast nie das Gefühl, dass die Stadt dich erstickt oder dass es so ein
Betonmoloch ist oder dass es zu voll ist oder zu stressig, sondern du musst
im Prinzip egal wo du bist, du musst nur zwei Minuten laufen und dann bist
du in einem super ruhigen, super grünen Hinterhof, der für jemanden, der nicht
aus Berlin kommt, aussieht wie ein Park.
Ich hatte das schon öfter, dass Leute, die mich besucht haben, gesagt Ich
habe gefragt Ja, wo warst du denn heute?
Was hast du gemacht?
Und dann meinten Ja, ich war in diesem Park da so und so.
Aber das ist eigentlich gar kein Park.
Das ist einfach nur ein Hinterhof, ein kombinierter Hinterhof.
Und man kann von wo ich wohne hier hinlaufen und man läuft, würde ich sagen,
fast zwei. Also wenn man will, kann man fast zwei Drittel durch Parks oder
kleine Gartenanlagen laufen und muss sich echt wenig mit mit Stadt beschäftigen.
Betonmoloch ist, glaube ich, ein ganz guter Begriff für unsere Zuhörer.
Was ist ein Betonmoloch?
Also ein Ort mit sehr.
Ja, mit viel Beton einfach, wo ist man, wo man das Gefühl hat, dass man von
Beton umgeben ist und das viel.
Also das erste, der erste Ort, der mir einfällt, ist Hongkong.
Wenn ich an Betonmoloch denke, wobei Beton auch nicht mehr Stahl und Glas,
oder das auch das auch.
Aber es gibt auch in Hongkong habe ich wirklich, glaube ich, so viele
Gebäude gesehen, wie noch nirgendwo auf der Welt.
Was würdest du sagen, Manuel?
Ja, generell Großstädte, die sehr wenig Platz zur Verfügung haben.
Hongkong muss einfach aus wenig Platz viel machen.
Das kann nicht in die Breite wachsen.
Und Berlin war von Anfang an eine breite Stadt und also hatte eine weite Fläche,
glaube ich, im Vergleich zu anderen Städten eine viel größere oder zu
anderen Großstädten eine sehr große Fläche.
Und es fühlt sich eigentlich an, wenn man in Berlin lebt, als wäre man, als
wären das so zehn kleine Städte, die sich zu einander anschließen.
So Schöneberg, Charlottenburg, das sind bis Prenzlauer Berg, Wedding.
Das sind alles, könnten alles so jeder Stadtteil so ein bisschen wie so eine
kleine eigene Stadt hatten, auch ein eigenes Zentrum hat natürlich auch
was historisch zu tun, dass die, glaube ich, historisch gewachsen sind und
dann natürlich durch die Teilung haben sich dann auch mehrere Zentren
entwickelt und nach der ja nach der Zusammenführung, nach der
Wiedervereinigung sind ja auch nochmal ganz neue Zentren entstanden, wie zum
Beispiel der ganze, das ganze Regierungsfeld um den Bahnhof rum.
Da war ja früher einfach gar nichts.
Und das ist jetzt ein Sperrbezirk, da war eine Mauer, da konnte man nicht
hin. Und jetzt ist das quasi wie eine künstlich geschaffene Mitte.
Nochmal eine zusätzliche Mitte in der Stadt.
Ich muss aber sagen, ich stimme euch grundsätzlich zu, gerade im Vergleich
mit vielleicht anderen Großstädten in Europa oder auf der Welt.
Aber so in Deutschland finde ich.
Hamburg einfach nochmal viel, viel grüner.
Also Hamburg hat, glaube ich, sogar habe ich mal gelesen eine Regel, dass sie
für jeden Baum, den sie irgendwie fällen, definitiv auch neuen Pflanzen.
Keine Ahnung, ob das wirklich so ist, aber was so Alleen betrifft oder
Straßen. Ja, ja, das gibt es ja.
Ich weiß nicht, also vom Gefühl her.
Vielleicht ist es auch das Wasser, was nochmal einen Unterschied macht, aber
vom Gefühl her finde ich Hamburg
noch deutlich grüner als Berlin.
So ich finde, Berlin ist schon auch sehr grau.
Also ja, es hat verglichen mit Hongkong oder anderen Großstädten
viele Parks und viele grüne Ecken und viele schöne Hinterhöfe.
Aber es ist schon auch eine graue.
Manchmal sehr dreckige Stadt.
Ja, das stimmt.
Aber zum Beispiel in Hamburg.
Ich war in Hamburg für ein, zwei Tage und ich war auch in München.
Der Englische Garten ist ja riesengroß und München ist auch wahnsinnig grün.
Was dann hier noch dazu kommt, ist der der Osteinfluss.
Ich bin im Osten groß geworden und so ein Plattenbau ist für mich
nicht unbedingt grau, sondern
irgendwie gibt mir das was dieses dieses leicht verfallene
Kaputte, die die die das Grün was wächst, ist nicht geplant,
sondern das ist, weil sich keiner um den Bereich kümmert.
Und ich mag das.
Also ich mag das, wenn ja, das genau, das trifft ganz gut.
Ich mag das, wenn Natur und Stadt so ineinander fließen,
ohne dass der Mensch da jetzt großartig drin rumplant,
sondern die Natur kommt ja so oder so.
Also sie macht, was sie will, früher oder später.
Und wenn das so ein bisschen, wenn sich da jeder seinen Raum nimmt,
aber beide parallel existieren und sich in Ruhe lassen,
das finde ich sehr angenehm.
Ich glaube, einige nehmen das so ein bisschen so wahr,
eben dass das in Berlin alles ein bisschen chaotischer und dreckiger ist.
Aber ich kann das auch sehr gut nachvollziehen, dass man das auch
gerade ästhetisch findet, wenn nicht alles picobello ist
und perfekt geplant wie in München vielleicht.
Ja, und ich finde das auch für mich ist das ein ganz entscheidender Faktor.
Was interessant ist, weil ich es war überhaupt nicht so,
dass ich mein ganzes Leben lang unbedingt nach Berlin wollte.
Ich hatte schon einige Freunde, die relativ früh weggezogen sind aus Münster.
Das ist eine sehr bürgerliche Kleinstadt, wo alles in Ordnung ist.
Wobei die ist auch wahnsinnig grün.
Wahnsinnig grün, ja.
Aber es ist auch eben so, das ist alles, es ist zu perfekt.
Und in Berlin, nachdem ich jetzt ein paar Jahre hier wohne,
ist das wirklich so, dass ich mich hier,
ich merke, dass ich mich zu Hause fühle, sobald ich hier ankomme.
Und zwar wegen des Krachs und wegen der Straßen,
die dreckig sind, die ja auch im Vergleich zu anderen Städten.
Also ich würde sagen, die meisten Deutschen,
wir haben jetzt auch gerade Interviews gemacht in verschiedenen Städten
und die Menschen gefragt, was sie über Berlin denken.
Und in fast ganz Deutschland denkt man, Berlin ist wahnsinnig dreckig und hektisch.
Aber wenn man mal jetzt Berlin mit anderen Großstädten
in der Welt vergleicht, ist es nicht wahnsinnig stressig und hektisch.
Nee, überhaupt nicht.
Leute, die aus London nach Berlin ziehen, die empfinden das hier
wie eine grüne Ruhe-Oase und erzählen das auch.
Und das ist, finde ich, schon sehr interessant.
Ich mag an Berlin
vor allem auch die Diversität und die Offenheit der Stadt.
Also ich glaube, Deutschland und auch Berlin hat noch einen weiten Weg zu gehen,
was Diversität betrifft in vieler Hinsicht.
Aber also wenn man Berlin vergleicht mit New York oder auch London
oder selbst Amsterdam, finde ich, ist Berlin immer noch
in vieler Hinsicht nicht besonders divers,
aber verglichen mit anderen deutschen Städten.
Ich bin eine Zeit lang jede Woche
zwischen München und Berlin hin und her gereist.
Und jedes Mal, wenn ich am Wochenende zurückkam nach Berlin
und mich in die U-Bahn gesetzt habe, ist irgendwie so
mein Herz hat sich so geöffnet, weil auf einmal
fünf verschiedene Sprachen um mich herum gesprochen wurden
und Leute komplett anders aussahen und Leute im Anzug dort saßen
und Punks und also verglichen mit vielen anderen Großstädten
in Deutschland, finde ich, ist Berlin einfach unglaublich.
Divers und ist auch sehr offen dafür.
Also ich finde, hier kann wirklich ja,
ich würde sagen, wirklich jeder, egal was man für ein Leben
führen möchte, herkommen und sein Glück versuchen.
Und die Stadt akzeptiert das so.
Also wenn man noch kein Deutsch spricht oder keinen
keinen Plan hat oder noch keinen Job hat, ich habe das Gefühl,
es ist so eine Akzeptanz.
Okay, du bist erst mal willkommen.
Du bist jetzt erst mal hier in der Stadt und dann schauen wir weiter.
Ja, und also Berlin ist ja auch geradezu berühmt dafür, dass du einfach,
dass man hier sich ausleben kann.
Ich glaube, das war früher noch ein bisschen stärker als jetzt so.
Aber wenn du in irgendeiner Weise nicht in den Mainstream passt,
dann gehst du halt nach Berlin.
Also es gibt ja auch den Spruch
Why go to therapy if I can just live in Berlin and be weird?
Habe ich noch nie gehört.
Ja, aber er stimmt auf jeden Fall.
Ich habe ich will auch noch kurz was sagen, und zwar war ich
im Winter in Ljubljana und habe da gewohnt.
Das ist auch eine Hauptstadt von Slowenien, kleines Land.
Und diese Stadt ist wahnsinnig gemacht.
Und da habe ich zum ersten Mal.
Was heißt wahnsinnig gemacht?
Das ist einfach alles schick, alles neu.
Die Leute haben alle Rassehunde und alles funktioniert.
Die Kassierer bei all, die sind schneller als hier.
Und ich habe in dieser Stadt gemerkt,
ich fühle mich nicht wohl, weil mir Freaks fehlen.
Einfach ich brauche so eine gewisse, nicht Anarchie,
aber so ein Anarcho Moment um mich rum, weil der Mensch so ist.
Und ich will das sehen.
Und ja, ich will das um mich haben.
Also auch wenn es manchmal unangenehm ist und nervt einfach.
So ist es halt und irgendwie.
Ja, das schätze ich hier sehr.
Ja, das geht mir genauso.
Anarchie.
Ja, ein paar Verrückte einfach gehören einfach dazu.
Und das ist gut.
Die sind auch akzeptiert.
Du hast echt manchmal Nerven.
Sie vielleicht, wenn sie im falschen Moment
dann irgendwie das Falsche machen.
Aber aber Berlin wäre nicht Berlin ohne viele eben auch Leute.
Also verrückt ist vielleicht auch ein negativ belegter Begriff.
Leute, die einfach anders sind als die Norm.
Ja, also du bist auf dem U-Bahnhof und irgendeiner schreit rum
und redet mit sich selber.
Und vielleicht nervt dich das in dem Moment.
Du denkst wie etwa warum sind die nicht irgendwo eingesperrt?
Aber eigentlich ist das gut, dass sie nicht irgendwo eingesperrt sind,
weil die gibt's und jeder soll seine Freiheit haben
auf diesem U-Bahnhof rumzuschreien.
Und das ist in Ordnung.
Und wenn mich das mal nervt, dann ist das nicht schlimm.
Also ich habe das bin lieber mal genervt als das.
Ja, was gibt es denn Negatives über Berlin?
Na ja, also.
Auch da wieder finde ich, gibt es andere Städte,
die noch viel krasser sind in der Hinsicht, aber eben auch in Berlin.
Die Stadt wird halt einfach teurer und gentrifizierter.
Also so die, ich sag mal, viele Leute, die hier seit Jahrzehnten
leben in ihrem Kiez, in ihrem Stadtteil.
Wenn der Stadtteil eben dann auf einmal beliebt wird,
dann kommen plötzlich Investoren und so weiter.
Und dann können sich die Leute nicht mehr erlauben, dort zu leben,
wo sie ihr ganzes Leben gelebt haben, weil Berlin jetzt so hip wird.
Und auch das ist ein sehr kompliziertes Problem.
Man kann Wohnungen nicht in zwei Wochen bauen.
Das dauert und so weiter.
Und natürlich ist es auch gut, dass die Stadt populär wird.
Das hat auch Vorteile.
Es ist ein sehr komplexes Problem.
Aber generell sehe ich ein bisschen mit Sorge,
dass Menschen verdrängt werden,
mal so als großes Thema sozusagen, Gentrifizierung.
Ja, was heißt denn der Begriff Gentrifizierung?
Na ja, das, was ich gerade gesagt habe im Grunde,
dass Menschen verdrängt werden,
dass Menschen, die an einem Ort leben, verdrängt werden
aus diesem Bereich, weil andere Menschen kommen,
die bessere Mittel haben, die mehr Geld haben
und die dann dort anfangen zu leben
und dadurch sich dann auch der Stadtteil verändert,
dann gibt es plötzlich, ja, der Klassiker ist immer,
oh ja, jetzt gibt es auf einmal in Neukölln,
in jeder Ecke ein tolles, hippes Café.
Und das ist ja auch eigentlich erst mal schön.
Also ich bin auch gerne in Neukölln
aufgrund der vielen Cafés.
Und ich bin sicher auch Teil des Problems.
Ich bin auch...
Du bist ein Teil des Problems.
Ich bin auch 2012 nach Neukölln gezogen,
als jemand, der nach Berlin gezogen ist und einen Job hier hatte.
Hast du da hingezogen?
Von Kiel aus.
Ich dachte, aus der Schweiz.
Nee, da bin ich später wieder hingezogen.
Na ja, also insofern, klar, also ich würde fast sagen,
die allermeisten Leute oder viele Leute,
die nach Berlin ziehen, sind auch Teil des Problems,
sozusagen.
Ja, und es ist nicht so ganz einfach,
dafür Lösungen zu finden.
Aber ich finde, wir müssen aufpassen,
dass wir nicht so enden wie zum Beispiel London,
wo man wirklich, wenn man in der Innenstadt leben will
oder irgendwo noch in der Nähe des Zentrums
muss man eigentlich Millionär sein, wie ich gehört habe.
Und irgendwie die normalen Menschen
wohnen eine Stunde außerhalb von London
und fahren jeden Tag eine Stunde rein
und eine Stunde raus aus der Stadt.
Das ist einfach schade, so.
Dazu muss ich auch mal was Positives sagen.
Ich mein, Berlin ist die Hauptstadt von Deutschland
und Deutschland ist ein echt wichtiges Land
in Europa und in der Welt.
Und dafür ist das hier alles unglaublich entspannt.
Also, so, ja, die Leute machen Demos
und auch Leute müssen aus ihren Wohnungen ausziehen.
Aber im Großen und Ganzen,
wenn du es mal in der Perspektive siehst,
ist diese Stadt in der Richtung unfassbar konservativ
und links.
Und...
Moment, konservativ und links, das sind ja Gegensätze.
Ja, es ist eine interessante Diskussion,
aber eigentlich sind es keine Gegensätze.
Wenn du zum Beispiel sagst,
Leute mit geringem Einkommen
dürfen nicht aus ihrer Wohnung verdrängt werden von Kapital,
dann ist das links.
Gleichzeitig ist es konservativ,
weil du den Kiez so halten willst,
wie er schon immer war.
Und...
Guter Punkt, ja.
Das ist überhaupt kein Gegensatz.
Also genau beim Thema Gentrifizierung
haben links und konservativ
echt viele Überschneidungen.
Und ich meine jetzt nicht konservativ-politisch,
sondern einfach, du willst, dass alles so bleibt, wie es war.
Das ist ja eigentlich, was konservativ ist.
Ich bin mir nicht sicher,
aber Berlin hat im Gesetz irgendwo
oder im Planungsrecht oder irgendwo
so was zu stehen wie
Milieumischung oder die Berliner Mischung.
Also es gibt schon lange so ein Berliner
Wunsch danach,
dass der Arzt neben dem Handwerker,
neben dem Arbeitslosen wohnt.
Und dass irgendwo steht das.
Ja, und das ist eben genau das Wichtige.
Das ist gerade der Kern des Problems der Gentrifizierung.
Dass wenn die Bevölkerung
oder die Menschen, die zusammenleben,
nicht gemischt leben,
nicht unterschiedlich sind,
dann führt das einfach zu großen Problemen.
Aber da hast du recht.
Da ist Berlin im Großen und Ganzen sehr gut
und auch was die Kosten betrifft.
Also Berlin ist, glaube ich, immer noch
mit Abstand die günstigste Hauptstadt in Europa.
Unglaublich günstig im europäischen Vergleich.
Und jetzt haben wir ja Mietendeckel beschlossen gerade.
Was sagst du denn dazu?
Ich weiß darüber fast gar nichts.
Ich weiß nur, dass Leute aus meinem Umfeld
und ich würde meinen Umfeld jetzt als im Durchschnitt
eher links bezeichnen,
auf Facebook schreiben, Berlin hat Sozialismus.
Also das sind schon etwas ältere Leute,
die früher wahrscheinlich super links waren
und jetzt halt Eigentum haben auf einmal.
Und jetzt ist das alles nicht mehr so interessant.
So schnell ändert man die politische Richtung.
Es ist so.
Also deine Freunde sind links.
Es sind nicht Freunde, es sind...
Sie waren links, aber jetzt haben sie Wohnungen
und sollen Geld verdienen.
Immer das Gleiche.
Für junge Leute, die wenig Besitz haben,
ist es echt einfach,
sozialistische Weltanschauungen
zu haben und zu propagieren,
weil sie nichts zu verlieren haben,
in Anführung stricheln.
Aber nach 20 Jahren Arbeit,
wenn dann die Eigentumswohnung da ist
und die zweite Eigentumswohnung,
wo ein Mieter drin sitzt
und dann kommt der Mietendeckel,
dann ist es vielleicht doch auf einmal nicht mehr so cool.
Und ich sage nicht...
Also ich finde den Mietendeckel super.
Ich bin stolz auf Berlin.
Ich bin stolz drauf,
dass das so eine linke Stadt ist.
Vielleicht kann ich das mal ganz kurz erklären,
was dieses Wort heißt.
Ich verstehe es ehrlich gesagt auch noch nicht ganz genau.
Also es gibt ein Mieting, ja.
Und ein Deckel ist ja das,
was man auf einer Flasche zum Beispiel obendrauf hat
oder auf einem Behälter, also eine Begrenzung.
Und in Berlin ist es so gewesen,
dass tatsächlich sehr lange
die Mieten immer größer geworden sind
und höher geworden sind.
Und viele Leute sich das nicht mehr leisten können,
dort zu leben, wo sie leben.
Und die Regierung war aber schon
seit einigen Jahren eigentlich eine linke Regierung,
die das aber gar nicht so richtig kontrolliert hat.
Und die haben jetzt entschieden,
dass die Mieten in Berlin für fünf Jahre
nicht mehr steigen dürfen.
Also das ist jetzt ein neues Gesetz,
was relativ schnell und relativ überraschend,
würde ich sagen, korrigiere mich immer.
Oh ja, das ging echt flott.
Und ich glaube, der Hintergrund war ein bisschen,
dass es auch in der Bevölkerung sehr viel Unmut gab
über die hohen Mieten,
dass immer mehr Leute aus ihren Bezirken verschwinden sollten.
Also auch soziale Einrichtungen waren da oft auch von betroffen.
Und es gab Proteste.
Und dadurch hat, glaube ich,
die Politik in Berlin so ein bisschen gemerkt,
oh, wir sind ja eigentlich die Leute,
es bildet sich ein linker Protest,
aber wir sind ja schon eine linke Regierung.
Das heißt, wir müssen jetzt vielleicht mal irgendwas machen.
Und dadurch ist dann plötzlich der Fall eingetreten,
dass die Linke Berlin,
also Berlin ist schon seit Jahren links regiert
und jetzt gibt es endlich mal linke Politik im Wohnbereich.
Und ich finde das eigentlich,
ich finde das interessant, das ist ein kleines Experiment.
Und ich persönlich finde das erst mal ganz gut.
Es gibt natürlich Leute, die sich beschweren.
Die gibt es immer.
Also Wohnung in Berlin problematisch,
immer noch nicht so problematisch wie in London zum Beispiel,
oder in ganz vielen anderen Städten.
In vielen anderen Städten.
Aber trotzdem, es wird immer, also Berlin,
ich weiß nicht, wie viele Tausende oder Zehntausende
jedes Jahr hier in diese Stadt ziehen.
Es wird halt, also es ist ein Problem.
Ja, so im Hunderttausenderbereich, glaube ich.
Aber lass uns doch,
jetzt haben wir über negative Sachen gesprochen.
Lasst uns doch mit etwas Positivem aufhören.
Und ich würde sagen, zum Abschluss der Kategorie,
könnten wir doch den Zuhörern,
die selber gerne mal nach Berlin kommen für ein Wochenende
oder eine Woche, ein paar Tipps geben.
Emanuel, was sagst du dazu?
Hast du für jemanden, der jetzt zum ersten Mal
oder auch zum zweiten Mal nach Berlin kommt,
einen Tipp, was sie unbedingt machen sollten?
Also mein Tipp für Leute, die nach Berlin kommen, ist,
einfach rumlaufen.
Ja, weil so kriegt man am besten ein Gefühl für die Stadt,
indem man rumläuft.
Also nicht Bus und auch nicht unbedingt Fahrrad,
sondern wirklich rumlaufen.
Weil es hinter jeder Ecke oder hinter jeder Kreuzung
oder teilweise auch hinter jeder Tür
gibt es irgendwas Interessantes, womit man vielleicht nicht so rechnet.
Die Stadt ist echt bunt durchwürfelt.
Und wenn man rumläuft, dann kriegt man am besten ein Gefühl dafür,
als wenn man jetzt von Tourist-Spot zu Tourist-Spot fährt
und da seine Fotos macht.
Wo könnte man denn so mal rumlaufen?
Hinterm Bahnhof?
Überall.
Also ich schließe mich dir an, Emanuel.
Ich denke, man sollte nicht...
Also es gibt natürlich Sehenswürdigkeiten,
die man gesehen haben muss in Berlin,
aber man sollte mindestens genauso viel Zeit einplanen,
einfach für Zufälle.
Aber ich finde schon trotzdem ein bisschen mit System.
Denn ich sehe das immer, dass viele Touristen,
die nur für zwei oder drei Tage hier sind besonders,
ihre gesamte Zeit in Mitte verbringen
und irgendwie nachts am Brandenburger Tor stehen.
Und da ist einfach...
Also Mitte ist ein Arbeitsbezirk und ein Regierungsbezirk.
Das ist nicht das lebendige Berlin.
Und rumlaufen, ja, aber eben auch gezielt in den verschiedenen Bezirken.
Also Emanuel möchte, dass ihr mit System und Ordnung vorgeht.
Mit System und Ordnung den Zufall ermöglichen.
Also...
Also, dann eben doch mal das Fahrrad nehmen oder die U-Bahn
nach Kreuzberg und nach Prenzlauer Berg und nach Neukölln.
Und diese verschiedenen Bezirke, die, wie du vorhin gesagt hast,
eigentlich wie kleine Städte innerhalb von Berlin sind.
Und dann dort zielos rumlaufen
und auch mal einfach in irgendein Hinterhof gehen
und sich einfach mal umschauen und einfach rumlaufen.
Aber eben bitte nicht nur in Mitte,
sondern in den vielen verschiedenen Kiezen
und Stadtteilen von Berlin.
Also, man soll nicht nur klassisches Sightseeing machen.
Genau.
Ja, das würde ich generell in allen Städten in der Welt empfehlen.
Meistens gehe ich nicht da so gerne hin, wo alle Leute sind.
Lieber, lieber Sightseeing.
Aha.
Uh!
Genau, aber ich glaube, gerade in Berlin gibt es eben...
Also, wir hatten vorhin das Thema Krakau.
Krakau hat einen super spezifischen Stadtkern,
der sogar eingekreist ist von einem Park, der früher die Stadtmauer war.
Da weiß man einfach, ich gehe einfach ins Zentrum.
Aber Berlin hat das im Grunde nicht.
Und manche Leute kommen, glaube ich, nach Berlin und denken,
oh, Mitte, das heißt Zentrum, dann gehe ich mal dahin.
Das wird wohl das Zentrum.
Aber es ist nicht das Zentrum von Berlin.
Berlin hat viele kleine Zentren,
und die sind fast alle wichtiger als der Bezirk, der Mitte heißt.
Das ist, glaube ich, ein großes Missverständnis.
Okay, ich hab vielleicht noch mal zum Abschluss ein, zwei konkrete Tipps.
Außer, dass man einfach rumläuft in bestimmten Stadtteilen.
Aber vielleicht können wir diese Stadtteile,
die wir zum Rumlaufen empfehlen, noch mal in die Show Notes schreiben.
Eine Sache, die ich, also die alle toll finden an Berlin,
ist das Tempelhofer Feld, ein ehemaliger Flughafen,
der heute ein Park ist, mit einer gigantischen Größe
und heute mitten in der Stadt liegt.
Das kann man, glaube ich, einfach mal so stehen lassen.
Ja, es ist die größte freistehende Fläche in einer europäischen Metropole.
Also es gibt keine andere Großstadt in Europa,
die einen so großen freien Park hat in der Innenstadt.
Ja, und da werden wir vielleicht auch später noch mal
vielleicht mehr drüber reden über diesen Ort.
Aber es ist auf jeden Fall einfach die Idee, dass man auf
also einem Ort, der früher ein Flughafen war,
heute auf der Landebahn grillt und Skateboard fährt,
ist einfach schon ein bisschen absurd und witzig und einfach schön.
Und weil man das hier machen kann,
sollte man das auch einfach sich mal angucken.
Unbedingt.
Ja, das stimmt, das ist was Besonderes.
Du kannst mit deinem Fahrrad oder mit einem Mietfahrrad
einmal die Landebahn lang heizen und
und bist dann überrascht, wie lange das dauert.
Ja, du kriegst ein Gefühl für diese Dimension von dem Flughafen.
Das ist einfach unfassbar groß.
Ja, weil tatsächlich brauchen die Flugzeuge auch relativ lange,
um irgendwie zum Stehen zu kommen.
Und da fährt man schon ein Stück.
Ein zweiter Tipp, den ich noch habe, ist der Verein Berliner Unterwelten,
ein gemeinnütziger Verein in Berlin, der mittlerweile auch relativ bekannt ist.
Und zwar erschließen die und erkunden die Räume, die unter im Untergrund sind.
Also zum Beispiel in U-Bahnen, U-Bahnschächten, in ehemalige Bunkersysteme.
Ich glaube, im Tempelhofer Flughafen machen die das auch.
Genau, ich habe eine Führung durch den alten Tempelhofer Flughafen gemacht,
zum Teil durch das Flughafengebäude, aber zum Teil auch unterirdisch ist toll.
Da sind auch noch viele Sachen unter dem Flughafen, die man heute noch angucken kann.
Und ich finde, das ist, also ich habe schon öfter mit den Touren gemacht.
Das ist ein ganz toller Verein und auch tolle Leute, die immer diese Führung anbieten,
die einfach wertvolle Arbeit liefern, historische Arbeit für die Stadt.
Und dass man auch, ja, wenn man dahingeht als Tourist,
erfährt man einfach ein bisschen mehr, als wenn man nur irgendwo steht und sich was anguckt.
Denn man ist tatsächlich, geht man mit einer Gruppe in den Untergrund
und lernt etwas über diese Stadt in einer besonderen Zeit.
Zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg, im Kalten Krieg.
Und ja, die machen sehr gute Arbeit, die ich nur wärmstens empfehlen kann.
Ausdruck der Woche.
Ich habe in der letzten Episode einen Begriff benutzt, den wir aber dann nicht erklärt haben.
Und zwar, Emanuel, wann bist du das letzte Mal in ein Fettnäpfchen getreten?
Ah, ja, ein alter Arbeitskollege von mir hat mir gesagt, dass seine Mutter gerade in der Stadt ist.
Und wir waren auf Arbeit in der Bar.
Und an der Bar saßen zwei Frauen, die ihn kannten.
Und ich bin dann irgendwann zu ihm hingegangen und habe gesagt, wer von den beiden ist denn jetzt deine Mutter?
Und es waren aber seine Freundin und eine Freundin von seiner Freundin.
Ja, und ich habe das nicht gefragt, um ihn zu ärgern oder mit irgendeinem Unterton,
sondern es war wirklich ehrlich und ich wollte das wirklich wissen.
Oder einfach nicht mitgedacht haben.
Nein, weil die einfach so alt aussah.
Jetzt bist du gerade nochmal in ein Fettnäpfchen getreten.
Ja, also ich würde sagen, diese Geschichte könnte man fast als Definition für das Wort Fettnäpfchen nennen.
Original.
Ja, also in ein Fettnäpfchen treten ist eine Situation, in der man aus Versehen etwas macht, sagt, tut, was einem super peinlich ist.
Ja, aber du bist auch wirklich einfach du hast keine Ahnung, was du gerade machst, dass das total kacke ist.
So ein bisschen wie wenn du jemanden fragst, und wie geht es deiner Mutter?
Und die ist gerade gestorben.
Ja, genau.
Das wäre ein extremes Fettnäpfchen.
Ich habe ich habe tatsächlich mir fällt auch gerade eine Geschichte dazu an.
Mein Onkel hat früher in einem Altenheim gearbeitet und hat an einem einzigen Tag
zu einem blinden Menschen gesagt, oh, wir haben uns auch lange nicht mehr gesehen.
Dann zu einer zu einer sehr, sehr alten Person, die schon, also sagen wir mal, jetzt vielleicht schon sehr alt war, gesagt Na, haben sie das Wochenende gut überlebt?
Und dann war noch irgendwas drittes alles an einem Wochenende.
Also das sind halt so typische Fettnäpfchen, wo man es gar nicht böse meint, aber dann feststellt, oh mein Gott, das war jetzt sehr unangebracht.
Ich würde mich dabei gerne noch mal erklären, woher der Begriff kommt, in ein Fettnäpfchen treten.
Das ist offensichtlich nämlich nicht ganz klar, aber es kommt wohl aus dem neunzehnten Jahrhundert.
Und zwar gab es da in den Bauernhäusern Fettnäpfchen, also ein Näpfchen ist ja eine kleine Form für Napf.
Und ein Napf ist so wie eine wie eine Schüssel.
Hunde und Katzen essen ihr Essen meistens aus einem Napf.
Genau.
So ein Supermarkt für Tiere.
Genau.
Also sagen wir eine Schüssel, die auf dem Boden steht.
Doch, aber Supermarkt für Tiere klingt so, als würde die Tiere nach reingehen und sich einen Einkaufswagen nehmen und dann einkaufen gehen.
Das ist eine gute Idee.
Ja, also der Napf steht auf dem Boden und ist gefüllt mit Fett.
Man weiß nicht genau, warum.
Es gibt zwei Theorien.
Einmal für Fett, was man in die Schuhe schmiert, um die Schuhe glänzen zu machen und vor Wasser zu schützen.
Und die andere Theorie ist, dass das Fett ist, was heraus tropft aus Würsten und Schinken, die aufgehangen werden zum Räuchern.
Ja, und auf jeden Fall kann es tatsächlich oder ist es tatsächlich früher öfters passiert, dass man aufsteht oder dass man durchs Haus geht und nicht drauf aufpasst.
Und dann kippt dieser Fettnapf um und dann ist einfach das Missgeschick passiert und es ist peinlich und schwierig, wieder rückgängig zu machen.
Wusstest du das, Emanuel?
Ich wusste das nicht.
Ich wusste das, weil ich da drüber einen Artikel habe.
Ah, auf yourdailygerman.com.
Genau da.
Das nervt.
Das nervt.
Und ich bin heute sehr glücklich, denn ich bin wieder dran mit das nervt, meine Lieblingskategorie.
Und ich habe gestern tatsächlich in der Vorbereitung auf diesen Podcast heute kurz gedacht, oh nein, ich habe gar keine, ich habe, ich habe gar nichts für die das nervt Kategorie.
Und es hat aber keine Minute gedauert.
Da ist mir ein Thema eingefallen, denn es gibt ja viel, was mich nervt.
Und zwar war Folgendes.
Wir waren am Donnerstag bei einem Konzert und wollten in der U-Bahn nach Hause fahren und ich hatte schon ein Ticket, so ein Monatsticket auf dem Handy und wollte dann schnell ein Ticket kaufen, weil wir waren schon in der U-Bahn.
Und Janusz und Jeremy haben festgestellt, sie haben kein Ticket.
Ein Ticket mit der App auf dem Handy kaufen.
Korrekt, ja, weil wir waren schon drin in der Bahn.
Und ja, das ging dann nicht, denn es gibt kein Handynetz in der U-Bahn.
Ja.
Ja, das nervt.
Das nervt mich sogar sehr, denn die BVG macht ja auch noch Werbung dafür, dass man eine tolle App hat, wo man ganz schnell spontan in die Bahn steigen kann.
Die haben sogar so einen Poster mit einer Frau, die aus der Dusche direkt im Bademantel in die U-Bahn reinhüpft und sich dank der App in dieser Sekunde, wo sie reinsteigt, noch schnell ein Ticket holt.
Und praktisch ist das überhaupt nicht möglich, weil es in keiner Scheiß U-Bahn Handynetz gibt.
Ja, mich nervt das auch und zwar nicht so sehr persönlich, weil ich eigentlich nie U-Bahn fahre.
Was fährst du denn?
Fahrrad.
Gibt es da Handynetz?
Meistens schon und man sollte es aber beim Fahrradfahren möglichst wenig benutzen.
Aber es nervt mich einfach aus Prinzip, weil ganz ehrlich, Berlin nennt sich irgendwie der Silicon Valley von Europa und will hier die ganzen Start-ups hinziehen, habe ich mal gehört.
Und Alter, es kann doch nicht wahr sein, dass wir in dieser Stadt, in diesem Land es nicht hinkriegen, Handynetz oder WLAN in der U-Bahn zu haben.
In irgendwie in Seoul, in Taiwan, in Japan, überall.
Du steigst in die U-Bahn, hast erst mal kostenloses Highspeed-Internet und ganz normales Handynetz.
Also es ist technisch definitiv möglich.
Es ist einfach nur eine Frage der Infrastruktur und das ist ein Armutszeugnis für Deutschland.
Ein Armutszeugnis für Deutschland, dein Ernst.
Ja.
Ja natürlich.
F***ing WLAN.
Also entweder man sagt, hey wir sind halt Berlin und bei uns gibt es kein Internet, weil wir haben andere Werte oder man sagt, wir sind das Silicon Valley von Europa.
Aber beides geht nicht.
Was Berlin sagt ist, wir sind das Silicon Valley von Europa und wir haben kein WLAN in der U-Bahn, aber ihr werdet trotzdem alle herkommen, weil es hier einfach cool ist.
Ja, ist aber Quatsch.
Ich glaube.
Ja, es sind aber alle da.
Ich meine, mit dem Handynetz in der U-Bahn, das ist ja nur ein Aspekt.
Es geht ja damit weiter, dass wir hier keine Glasfaser haben, sondern überall irgendwie die alten Kupferleitungen weiter versuchen irgendwie da noch ein paar MBit mehr durchzudrücken.
Ja, ist doch in Ordnung.
Ist nicht in Ordnung.
Ist für dich in Ordnung als Blogger, der irgendwie drei Kilobyte am Tag hochlädt, aber wenn du irgendwie...
Wie lädst du denn hoch?
Ja mehr.
Was lädst du denn hoch?
Podcasts.
Uh, MB3-Format.
Das ist aber auch extrem.
Es geht uns im Prinzip, du kannst, wir brauchen...
Also sorry, wir sind im 21. Jahrhundert.
Yo.
Ist Internet angesagt.
Also das jetzt...
Wer sagt das?
Alle sagen das.
Alle, die irgendwie vielleicht was mit Internet machen möchten.
Das ist jetzt bisher meine Lieblingsfolge von Das nervt, denn ich habe...
Mich hat was genervt, dass Manuel noch mehr nervt und Emanuel hat das genervt, dass uns das nervt.
Wobei uns beide nur aus Prinzip.
Nee, nee.
Cari hat das genervt, weil sie in der Situation war, anstatt dass du es so siehst, dass du...
Moment.
5,60 Euro sparst, ein Ticket für Janusz gespart, ein Ticket für Jeremy gespart.
Du hast bares Geld gespart.
Das ist natürlich auch wieder Quatsch.
Nee.
Weil wenn du...
Warte mal.
Du meckerst rum.
So.
Und dann anstatt, wenn du aus, nachdem du aus der U-Bahn ausgestiegen bist,
anstatt dass du dann an den Automaten gehst, um die beiden Tickets nachzulösen.
Wie bitte?
Damit die BVG genug Geld hat, um in WLAN zu investieren, was du ja so gerne haben willst,
nimmst du einfach diese schwarze Fahrt.
Da musst du selber lachen.
Ja.
Also du hattest eine echt gute Woche, wenn das was dich genervt hat.
Emanuel, es geht nicht um das blöde Ticket, was sie nicht ziehen konnte.
Es geht darum, dass es Menschen vielleicht gibt, die wirklich viel Zeit in der U-Bahn jeden Tag verbringen müssen.
Ja.
Und wir auch wollen, dass sie das in der U-Bahn, also dass sie mit der U-Bahn sich bewegen
und nicht mit dem Auto zum Beispiel.
Und dann kann man, finde ich mal, wenn man sagt, wir sind hier Hauptstadt von einem europäischen Land...
Nee, das sagen wir nicht.
Das ist so.
Also das ist einfach Fakt.
Ja.
Was ist Fakt?
Dass es die Hauptstadt ist.
Ja, das ist Fakt.
Genau.
Nicht was wir uns verdienen müssen.
Nein, aber dass wir dann auch die entsprechende Infrastruktur bereitstellen für die Menschen,
die in dieser Hauptstadt leben, finde ich.
Das kann man sich schon wünschen.
Aber wo nimmst du diese Anspruchshaltung her, dass das die entsprechende Inf...
Also was kommt als nächstes?
Soll da jemand durchgehen und dir Kaffee geben?
Würde ich auch nicht nein zu sagen.
Oder eine Massage, also...
Ja, ich finde, also ganz ehrlich jetzt, ich finde...
Freie Massagen in der U-Bahn sollten kommen.
Ich meine, ich weiß ja, was du meinst.
Internetempfang ist, solange es technisch...
Also es ist, finde ich schon, wenn wir also mal über Wirtschaft reden,
es ist ein...
Man kann jetzt darüber debattieren, ob wirklich sozusagen in der U-Bahn
kein Internet zu haben unserer Wirtschaft startet.
Aber zumindest kein Breitband zu haben in ländlichen Gebieten und auch in Berlin
schadet definitiv unserer Wirtschaft, weil die Leute dann eben
nicht bestimmte Firmen gründen können.
Vielleicht auch nicht, weil sobald das Internet irgendwie mal kaputt ist,
wenn YouTube runter ist oder Facebook, ist auf einmal die Produktivität höher.
Da gibt es genug Beispiele dafür.
Vielleicht wäre es sogar besser, wenn wir alle hier nur Modem hätten
und dann würden die Leute ihre Arbeiten machen.
Also das ist...
Wie sie das nicht mehr machen könnten, weil sie kein Internet mehr haben.
Ja, als ob du die ganze Zeit Upstream brauchst. Du brauchst...
Ich brauche Upstream.
Den ganzen Tag.
Upstream.
Dazu Spaß beiseite.
Ich habe da tatsächlich schon Dokumentationen darüber gesehen.
Das ist...
Man sagt ja gerade in den ländlichen Räumen, gerade auch in Ostdeutschland,
ist ja das ganze Problem.
Stadtflucht ist ja ein Problem.
Die Menschen ziehen weg aus dem ländlichen Raum.
Es gibt dann weniger Angebote.
Oder umgekehrt, es gibt weniger Angebote.
Die Leute ziehen weg.
Und die fehlende Internetanbindung ist ein großes Thema, wenn es darum geht,
dass sich Firmen oder Services da ausbreiten wollen.
Du kannst heute keine Firma mehr gründen ohne sehr schnelles Internet.
Ja.
Natürlich kann ich, wenn ich Handwerker bin.
Und auf deine Frage, Emanuel, es ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
Natürlich ist es nicht verhältnismäßig, dass man Kaffee oder Massagen anbietet in der U-Bahn.
Aber ein Handynetz auszubauen, ich weiß natürlich nicht, was es kosten würde.
Aber ich denke, wenn andere Städte das schaffen, dann sollte Berlin das auch schaffen.
Verstehst du?
Und das also...
Verstehe ich.
Ja, da könnten wir jetzt noch ewig drüber reden.
Was ist dir lieber?
Willst du lieber WLAN in der U-Bahn oder willst du lieber, dass jeder Bahnhof einen Fahrstuhl hat?
Beides.
Jeder Fahrstuhl.
Keine Kompromisse.
Ja, natürlich ist jeder Bahnsteig ein Fahrstuhl noch wichtiger, weil es einfach...
Also du schneidest ja für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe den Zugang komplett ab, wenn das nicht existiert.
Oder für mehrere Bevölkerungsgruppen.
Meine beste Freundin ist Mutter und pflugt darüber, wie schwierig es ist,
sich in Berlin zu bewegen mit einem Kinderwagen.
Das ist nochmal was anderes, aber beides muss gemacht werden.
Ja, aber Tickets dürfen auch nicht teurer werden.
Und die Stadt darf auch kein... also die Steuern dürfen nicht höher werden.
Und...
Ja.
Also wer soll das bezahlen?
Irgendwo muss das Geld ja herkommen.
Ja, gut, es gibt ja... es ist ja nicht so, dass es gar nichts gibt.
Nee, aber es ist ja auch nicht so, als ob gar nichts gemacht wird.
Ja, aber dass zu wenig gemacht wird, ist auch klar.
Ja, das ist auch klar.
Ich meine, wenn du dir anguckst, dass Deutschland unter einem eines der führenden Industrieländer ist
und wenn es um Technologie und Internet geht, sind wir glaube ich auf Platz 40 oder 50 der Welt.
Das passt einfach nicht zusammen.
Und wenn man da wettbewerbsfähig, ist das schöne Wort, bleiben möchte.
Und auch einfach attraktiv.
Deutschland ist ein Einwanderungsland und die Leute, die uns jetzt zuhören zum Beispiel,
überlegen auch, ob sie gerne nach Deutschland ziehen möchten.
Und da ist es einfach auch ein Thema, dass man irgendwie hier hinziehen kann und hier arbeiten kann.
Ganz genau.
Auch in der U-Mahn.
Okay.
Oh Gott.
Das ist schön.
So, Emanuel, du bist jetzt dran.
Du kannst uns ja mal was Schönes erzählen.
Ja, ich erzähle was Schönes.
Und zwar war ich diese Woche bei der Fuck Up Night.
Das klingt aber schön.
Ja, das klingt wie typisches Berliner Wochenende, aber...
Fuck Up Night ist eine Veranstaltungsreihe, wo Menschen von ihrem Scheitern hauptsächlich beruflich, aber auch in ihrem Leben erzählen vor Publikum.
Das war in so einem relativ großen Raum, Saal in Mitte.
Es gab drei Sprecher.
Es war total voll.
Und die halten dann so einen Vortrag drüber, was sie für eine Firma gehabt haben.
Die eine hatte eine Bar, ist insolvent gegangen, hatte noch eine Bar, wieder insolvent gegangen.
Depression, Selbstmordgedanken.
Dann war sie bei das große Backen.
Hat so einen ganz hässlichen, so eine ganz hässliche Mops-Torte gebacken, für die sie immer noch ausgelacht wird, weil die Leute erkennen sie auf der Straße.
Und ein Tischler war dabei und eine Frau, die eine krass große Firma hatte, aber ADHS.
Und jetzt hat sie eine halbe Million Schulden, ist aber viel glücklicher als vorher.
Also einfach wirklich echte Menschen, die von ihrem Leben was erzählen.
Keine professionellen Sprecher, keine Coaches, sondern einfach echte Menschen, die vor anderen echten Menschen ein bisschen was über ihr Leben erzählen.
Das war irgendwie superschön.
Ich fand das superangenehm.
Das klingt richtig cool.
Total unprätentiös.
Auch die Moderation war total unprätentiös.
Unprätentiös.
Was heißt das denn?
Unprätentiös.
Unprätentiös.
Danke, Manuel.
Gerne.
Einfach niemand will glänzen, niemand will sich, die eine hat im Buch geschrieben, war ja aber unangenehm, das da zu sagen.
Es geht darum, dass du deine Geschichte erzählst und nichts anderes.
Nicht darum zu erzählen, wie du dann wie der Phoenix wieder aufgestanden bist und jetzt besser als vorher, sondern du hast einfach verkackt.
Und vielleicht trägst du den Rest deines Lebens damit rum, weil für viele Leute ist es einfach so.
Für mich klingt das mega spannend und mega cool, weil ich finde, ich höre viele amerikanische Podcasts, auch so Interview-Podcasts, und die sind sehr inspirierend und sehr gut oft.
Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass so dieser Erfolgsbegriff, Erfolg, man soll Erfolg haben im Leben und das wird so glorifiziert.
Erfolgreiche Menschen.
Wow, der hat eine Million Dollar verdient.
Wow, der hat 18 erfolgreiche Start-ups und so.
Erfolg, Erfolg, Erfolg.
Und natürlich ist Erfolg gut und man kann das verschieden definieren, aber es ist so eine Glorifizierung.
Und ich finde es super spannend zu sagen, hey, wir reden auch mal über die nicht erfolgreichen Momente im Leben.
Ja, und vor allem ohne, ohne den Fokus darauf zu haben, wie du jetzt dann dadurch eigentlich besser geworden bist und jetzt doch mehr erfolgreich als du vorher hattest.
Nein, der Spin ist, ich habe das und das versucht und ich bin grandios gescheitert und jetzt mal sehen.
Cool, cool, cool. Und ist das regelmäßig?
Das ist regelmäßig, aber unregelmäßig.
Also die haben vor fünf Jahren angefangen, haben jetzt 32 Shows, nicht nur in Berlin, aber es ist nicht so, dass es einmal im Monat oder alle zwei Monate ist oder so.
Großartig.
Kommt auf meine Berlin Bucketlist.
Ich war zum ersten Mal da und ich habe gedacht, das wird so ein OK, so Computer-Start-up-Firmen erzählen, wie sie was in Mitte gemietet haben und dann wieder aufgeben mussten.
Und da so schlimm der Kicker, mein Lieblingskicker.
Aber nee, war überhaupt nicht so.
Es war echt, echt.
Und irgendwie hat mich das total inspiriert.
Wir haben einige Empfehlungen wieder für euch mitgebracht.
Emanuel, willst du anfangen mit deiner Empfehlung?
Was für Empfehlungen?
Also wir empfehlen Dinge.
Wir können ja mal anfangen und dann kannst du ja vielleicht auch was empfehlen.
Eine Ressource für Deutsch lernen im weitesten Sinne.
Also ich habe was ganz, also Basis-Empfehlung sagen wir mal, was ganz einfach ist und zwar duden.de.
Duden ist, wie sagt man, ein, wie nennt man, ein Wörterbuch.
Richtig, aber eben kein, das stehen keine Übersetzungen drin.
Es ist nicht Deutsch-Englisch, sondern es ist, es stehen die Definitionen.
Also es ist ein Wörterbuch für Deutsch-Sprechende.
Also wenn ich nicht weiß, was ein Wort bedeutet oder wie es geschrieben wird oder welche verschiedenen Schreibweisen es gibt.
Zum Beispiel, was hatte ich, das Wort Portemonnaie haben wir in der letzten Episode benutzt.
Und da gibt es eine französische Schreibweise, die ist vom Duden empfohlen.
Die ist aber sehr schwierig und die wenigsten Deutschen können das Wort Portemonnaie schreiben, so wie es vom Duden empfohlen wird.
Und deswegen gibt es mittlerweile auch eine zweite Schreibweise, die im Grunde so ist, wie man spricht.
Und solche Sachen kann man im Duden nachschauen.
Die haben auch interessante Artikel zum Thema Kommersetzung, die ist in Deutsch ein bisschen streng, sagen wir mal.
Ich finde das gerade deswegen als Empfehlung für Deutschlernte.
Ich finde, wenn man schon relativ fortgeschritten ist, in einer Sprache generell, sollte man sich angewöhnen,
nicht mehr die Übersetzungen nachzuschauen unbedingt,
sondern ruhig die Definition erst mal in der Sprache.
Also wenn ich auf Englisch ein Wort nicht verstehe, schaue ich eigentlich in der Regel im Oxford Dictionary
und schaue, was ist denn die Definition auf Englisch.
Und deswegen ist das meine Empfehlung.
Ja, das ist auch eine gute parallele Duden ist quasi wie Oxford Dictionary.
Ja, und ein sehr guter Tipp.
Tatsächlich benutze ich den Duden fast jede Woche, um Sachen nachzugucken, wenn wir transkribieren,
denn ich weiß auch nicht immer alles, wie alles richtig geschrieben wird.
Eine zweite Ressource, die ich auch…
Moment, kann ich ganz kurz, um so ein bisschen Dialektik da reinzubringen.
Ich mache einen riesigen großen Burgen um dudend.de.
Ja.
Und immer wenn ich was nachgucke, dann gehe ich extra nicht zu dudend.de.
Ah, okay.
Warum?
Ich finde die Seite hässlich, ich finde es unübersichtlich.
Der Duden weiß auch nicht alles und listet manchmal Sachen, mit denen ich nicht einverstanden bin und…
Wo gehst du denn dann hin?
Ja, wollte gerade fragen.
Für deutsche Rechtschreibungen, irgendwas, nur nicht für Duden.
Was?
Also ich gucke…
Das ist aber doch völliger Quatsch.
Der Duden ist das de facto…
Nee, der Duden ist ein Privatunternehmen.
Das weiß ich.
Und das Sprache ist ja auch… also niemand kann bestimmen, was richtig und was falsch ist.
Aber so grundsätzlich habe ich das Gefühl, haben wir uns schon darauf verständigt, dass irgendwie mal…
Ja, aber das ist nicht der Duden, der das sagt.
Nein, der Duden dokumentiert das.
Richtig.
Und ich will die Dokumentation lieber von jemand anders lesen als von dudend.de.
Die haben es aber wahrscheinlich vom Duden abgeschrieben.
Nee, der Duden ist doch nicht die Autorität dafür.
Okay, dann hätten wir jetzt schon mal geklärt, dass es eine Empfehlung gibt, die nicht von allen geteilt wird.
Nee, absolut nicht.
Wie sieht es denn aus mit den…
Moment, okay, um noch mehr…
Noch ganz kurz, ich finde die Webseite total übersichtlich.
Ich finde die auch gut, ja.
Die ist wunderbar designt.
Ich finde mich da zu Recht.
Die hat keine Werbung oder wenig Werbung.
Die hat Werbung, aber…
Ja, ich finde die Webseite auch gut und hilfreich.
Und die haben eigentlich alle, also immer alles da, was sie brauchen.
Also, was ich noch sagen wollte, der Duden ist ja vor allem ein Buchverlag.
Und es gibt eine Duden-Grammatik des Deutschen.
Die ist 1.500 Seiten dick.
Und alles ab Auflage Nummer 8 ist echt gut.
Also…
Gut, dann hätten wir…
Also du willst keinen WLAN in der U-Bahn und du willst gedruckte Bücher benutzen.
Nein, es geht…
Keine Webseite.
Es geht einfach um dudend.de.
Ihr habt gesagt, das ist super und ich finde dudend.de scheiße und ich wollte es einfach sagen.
Ja, ist ja auch in Ordnung.
Hier kann jeder seine Meinung sagen und seinen Willen ausdrücken.
Und dann schneide ich es später raus.
Ja, ich habe dann auch eine Ressource, die ich häufig benutze, wenn ich selber
Sachen erklären muss.
Was wir ja oft im Video machen, ist, wir gucken Sachen nach, damit wir das dann
nochmal anders erklären.
Und eine sehr gute Ressource, um herauszufinden, wie etwas grammatisch erklärt werden kann,
was ich natürlich nicht von alleine weiß, ist yourdailygerman.com.
Oh.
Und das meine ich völlig ernst, Emmanuel.
Ich lese als Deutsche auch deine Blogbeiträge, nicht jede Woche.
Aber immer wenn ich was suche, dann gucke ich bei dir nach und gucke, wie du das
erklärst.
Das ist dann meistens etwas zu lang für mich, weil es aber für Deutschlerner genau
richtig ist.
Weil als Deutschlerner, um etwas zu verstehen, will man Beispiele haben und will
man ein bisschen Hintergrund haben.
Und du hast vor allem bei dir immer auch noch einen sehr schönen Humor mit drin,
der jetzt wahrscheinlich auch schon ein bisschen in diesem Podcast durchgekommen
ist.
Du, wenn man das, man sieht jetzt Emmanuels Gesicht nicht, aber er guckt sehr…
Er läuft rot an.
Und strahlt.
Und gerade hat er ein wenig versteinert geguckt.
Versteinert?
Na wie?
Du hast so…
Nee, ich habe jetzt die ganze Zeit überlegt, wo ich dich unterbreche und frage, würdest
du es denn komplett lesen, wenn du WLAN in der U-Bahn hättest?
Ja, weil in der U-Bahn hätte ich Zeit, das zu lesen.
Dann bin ich jetzt auch dafür.
Ja, siehst du.
Go WLAN, Team WLAN.
Team WLAN in der U-Bahn.
Wenn ihr mal in der U-Bahn sitzt und zufällig WLAN habt, dann geht mal auf
yourdailygerman.com.
Dort könnt ihr nämlich die ganze U-Bahnfahrt verbringen und merkt gar nicht, wie die Zeit
verfügt.
Und das, was wir jetzt wirklich mal sagen, trotz der Widerstände hier, ich…
Können wir mal ernst bleiben hier?
Wir sind doch hier in Deutschland.
Ja, also ich möchte noch was sagen.
Ja, ich wollte nochmal sagen, dass ich es angenehm finde, deine Blogbeiträge zu lesen,
weil du hast immer so ein bisschen diese leichte Schnodderigkeit, die kommt auch in deinem
Blog durch.
Du hast einen sehr schönen Humor und aber auch einen schönen… was meine ich
mit Schnodderigkeit?
Jetzt gebe ich mich auf unsicheres Terrain.
Da der Emanuel sagt halt nicht, ich möchte Harmonie im Leben, ich möchte, dass wir uns
nicht streiten und ich finde erstmal alles gut, sondern der Emanuel…
Du sagst, der sagt, was er denkt.
Der sagt, was er denkt und findet auch mal was gut und findet auch mal was Scheiße.
Und das kommt… also du bist auch ein sehr authentischer Typ, in dem du einfach
so bist, wie du bist und das kommt auch im Blog sehr gut hervor.
Also es ist jetzt kein hochglanzpolierter Blog, wo alles am schönsten geschrieben ist
oder am leicht bekömmlichsten, sondern du schreibst die Sachen einfach so, wie du
sie jemandem privat mit Humor erklären würdest.
Und das schätzen, glaube ich, sehr viele von deinen Lesern.
Kann ich das jetzt so beschreiben?
Kann ich das jetzt so stehen lassen, Emanuel?
Ja, kannst du.
Danke schön.
Puh, das war gar nicht so einfach.
Danke schön.
Meine Empfehlung ist ein Film, den ich gestern gesehen habe.
Der heißt Easy Love.
Und das ist so ein halbdokumentarischer Film, wo Leute mehr oder weniger ihr Leben
selber spielen.
Das klingt jetzt ein bisschen so nach Trash TV.
Aber in dem Film geht es um verschiedene Beziehungsmodelle oder Nichtbeziehungsmodelle.
Und der ist super.
Einfach super.
Ich habe gedacht, das wird so ein Berlin-Film mit U-Kicker Club.
Und es ist aber überhaupt nicht so.
Ein Berlin-Film.
Nee, es ist kein Berlin-Film.
Ich dachte, es wird so einer.
Aber es geht um Berlin.
Es gibt ein lesbisches Pärchen, wo eine aber zum ersten Mal lesbisches sozusagen,
es gibt ein Pärchen, was nur auf eine Beziehung ausprobiert, wo aber die Frau
nicht darauf klarkommt.
Es gibt einen, der ein bisschen beziehungsunfähig ist.
Es gibt eine, die sich prostituiert, aber bei ihrer Mutter im feministischen Haushalt
wohnt.
Klingt nach einem Berlin-Film.
Ja, nee.
Aber es ist auch genau das Gleiche wie bei der Fuck Up.
Super menschlich und super authentisch.
Einfach, du siehst diese Charaktere und in einem richtigen Film hast du so deine
Erwartung, wo die Reise hingeht.
Und da ist es irgendwie, ja, wow, wir sind alle gleich und wir haben alle die
gleichen Probleme im Endeffekt.
Also egal, welches Beziehungsmodell ist, immer dasselbe.
Also cool.
Toll.
Verlinken wir.
Und der ist ein deutscher Film, der ist jetzt gerade im Kino.
Wenn ihr in Berlin seid oder in einer größeren deutschen Stadt, dann könnt
ihr den da finden.
Der ist auch englisch untertitelt.
Und ansonsten, ja, bald im Internet near you.
Nur nicht in der U-Bahn.
Emanuel, du bist wieder dran.
Du hast uns ein Lied mitgebracht.
Ja, und zwar habe ich mich für das Lied reich mir mal den Rettich rüber entschieden von
ich glaube, der Sänger heißt Reinhard Gräbe, wobei ich mir da nicht so sicher bin.
Ja, erzähl mal, warum empfiehlst du diesen Song?
Weil der lustig ist.
Das ist eine Milieustudie sozusagen über über übers Bürgertum heutzutage vielleicht.
Ja, das junge Bürgertum in Großstädten.
Was bedeutet das, das junge Bürgertum?
Also er singt ja in einer Zeile 30-jährige Pärchen und ihm geht es eigentlich darum,
zu zeigen, wie bieder diese Leute doch relativ schnell geworden sind, obwohl es in der
Jugend hieß, ne, wir wären so nicht.
Und da ich in Prenzlauer Berg groß geworden bin, wo echt viele von diesen Leuten
hingezogen sind und erst gefeiert haben und dann aber relativ schnell.
Ja, einfach relativ bieder geworden sind.
Ich weiß nicht, was bieder auf Englisch heißt.
Ehrlich gesagt.
Ich auch nicht.
Man kann sagen, ja, ich weiß nicht, ob man treffendes ja konservativ auf eine komische Art.
Also es gibt kein Wort auf Englisch.
Upright, conventional, conservative, plain.
Also einfach echt normales Bürgertum, Mittelstand.
Wie du schon gesagt hast.
Früher hat man Party gemacht und hat gesagt, wir werden nie so wie unsere Eltern.
Und dann sitzt man da mit 30 und ist dann doch wie seine Eltern.
Und wohlgemerkt mit 30, nicht mit 60, sondern echt schnell.
Und wissen das aber teilweise gar nicht, also merken das gar nicht.
Ja, ein schönes Lied.
Wir haben wieder Fragen bekommen diese Woche.
Einige Fragen.
Wir bekommen immer mehr Fragen, Manuel.
Genau.
Wollen wir das noch kurz erklären?
Auf easygerman.fm.
Da kann man ganz nach unten scrollen auf der Seite.
Und da ist ein grüner Button.
Da kann man uns eine Frage entweder schreiben.
Da kann man uns eine Frage schreiben.
Da kann man uns eine Frage schreiben.
Da kann man uns eine Frage schreiben.
Da kann man uns eine Frage schreiben.
Dann kann man uns eine Frage schreiben.
Dann kann man uns eine Frage schreiben.
Dann kann man uns eine Frage schreiben.
Da kann man uns eine Frage schreiben.
Da kann man uns eine Frage schreiben.
Und dann kann man die Stimme hier vielleicht auch mal im Podcast hören.
Ich seh gerade, es ist eine neue angekommen.
Die hab ich aber noch nicht gehört.
interessant, und als ihr letzte Woche über Liste geredet habt, beispielsweise die sehr
genaue Liste, die Manuel hat, um sein Leben zu organisieren, hat es mir von einer anderen
Liste erinnert, und zwar die Lonely Planet Top 10 Reiseziele für das Jahr 2020, die
letzte Woche veröffentlicht wurde. Unter anderem steht die Stadt Bonn am Platz 5
für Städte, und ich bin stolz, dass mein Land am Platz 2 für Länder steht. Meine
Frage ist, was sind die Top 5 oder sogar Top 10 Städte, die ihr besucht habt und
außerdem als Reiseziele empfehlen würdet? Und wenn ihr die Chance hättet, noch eine
deutsche Stadt oder ein Ort zur Top 10 Liste hinzufügen, was würdet ihr auswählen
und warum? Vielen Dank für den Podcast und ich wünsche euch noch viel Erfolg damit
in der Zukunft. Ciao! Hey, coole Frage. Eine super schöne Frage. Da könnten wir
wahrscheinlich nochmal einen ganzen eigenen Podcast drüber machen, weil wir beide sehr
gerne reisen und Manuel auch. Mach das doch lieber. Wir können ja jeder mal zumindest
eine Destination nennen. Eine? Okay, Riga. Warum? Ist irgendwie nordisch, russisch,
europäisch gleichzeitig und super kuschelig. Okay, ich zögere ein bisschen mit dieser
Empfehlung, weil ich weiß, dass diese Stadt gerade so ein bisschen einen Touristenüberlauf
bekommt. Sie wird gerade wirklich sehr, sehr, sehr hip, aber sie ist halt auch wirklich
extrem cool. Und das ist Medellin in Kolumbien. Also ich hab mich da auch, ich war da auch
eine ganze Weile und ja, hab mich da sehr wohl gefühlt. Coole Kultur, perfektes
Wetter, super nette Menschen, einfach eine coole Stadt. Und ich glaube, Kolumbien
hat bei vielen noch so den Ruf, total unsicher zu sein. Und in bestimmten Ecken ist es vielleicht
auch noch so. Aber Medellin ist eine super sichere Stadt eigentlich und ja, würde ich
empfehlen. Sehr interessant. Ich habe jetzt gerade die Liste aufgemacht, die Iona hieß sie,
ja, genannt hat. Das steht auf Top 1. Salzburg, was auch eine der meistbesuchtesten Städte
überhaupt in Europa zumindest ist, was mich überrascht, weil das ist natürlich jetzt kein
Geheimtipp. Das ist der Lonely Planet. Ja, der Lonely Planet ist jetzt established. So lonely ist
der Planet nämlich nicht mehr. Und wir waren gerade in Salzburg und es kommt demnächst ein
Video über Salzburg auf Easy German, bei Easy German. Und ich war völlig geschockt in dieser
Stadt, denn diese Stadt besteht nur aus Touristen. Und das Krasse ist in Salzburg,
Salzburg ist ungefähr zehn Prozent so groß wie Berlin, hat aber doppelt so viele Touristen
jedes Jahr. Das kann man sich kaum vorstellen, wenn man da ist. Aber jetzt kommen wir zu einer
Region. Also ich möchte nicht eine Stadt, sondern ein ganzes Land empfehlen, was das Land
ist mit der zweitgeringsten Bevölkerungsdichte der Welt, direkt nach der Mongolei. Und das
ist Namibia, ein Land, wo ich schon sehr oft war und das immer noch meine liebste
Reiseregion ist. Und es ist natürlich weit weg von Deutschland ausgesehen und auch von anderen
Kontinenten ausgesehen, die nicht Afrika sind. Und selbst in Afrika ist es auch gar nicht so
einfach. Jetzt von anderen Ländern aus ist es auch nicht so, es liegt einfach nicht zentral.
Also man kann sich vorstellen, die Hauptstadt Windhoek hat ungefähr 300.000 Einwohner und
die nächstgrößere Stadt ist Kapstadt und das sind ungefähr 30 Stunden mit dem Auto. Also man sieht
einfach wie einsam das ist. Um dieser Hauptstadt Windhoek herum gibt es nur Städte, die ungefähr
20 bis 30.000 Einwohner haben und es gibt eigentlich nur Wüste und Trockenwüste,
Steinwüste, Sandwüste und Savanne bis hin zu im Norden wird es ein bisschen subtropisch. Und
es ist einfach ein wahnsinnig einsames und wunderschönes Land und es macht einfach Spaß,
da hinzufahren. Ich liebe es in einer Großstadt zu leben, aber als Reise finde ich es wunderschön,
irgendwo hinzufahren, wo nicht so viel los ist. Und das kann ich jedem empfehlen, jeder Mensch
sollte einmal im Leben nach Namibia fahren. Toll, cool. Dann haben wir noch eine Frage
bekommen. Warte, wir wollten noch, sie hat noch gefragt nach deutschen Zielen. Städte
zielen. Bonn steht tatsächlich auf Platz fünf hier. Ist ganz okay. Bonn ist nett, weil es nah an
Köln ist. Bonn ist eine schöne Stadt, würde ich schon sagen. Die kann man schon besuchen,
aber es gibt tatsächlich viele schöne kleine Städte auch in Deutschland, die man besuchen
könnte. Die Stadt, die jetzt, wir haben ja eine kleine Easy German Tour gemacht, die ich auf
jeden Fall empfehlen würde, die mir super schön gefallen hat, ist Freiburg. Das stimmt.
Eine wunderschöne Stadt, die auch ja in Deutschland vielleicht nicht so gut angeboten ist,
da sie sehr südlich liegt, aber direkt im Dreiländereck mit Frankreich und der Schweiz.
Und wenn man in Europa auf Tour geht und in Deutschland mal eine schöne kleinere Stadt
sehen will, würde ich auf jeden Fall Freiburg empfehlen. Freiburg ist sehr malerisch und
hat gleichzeitig sehr viele Studenten und das ist eine gute Mischung. Ja. Und ist die
sonnigste Stadt Deutschlands. Ja, ja, ja. Und die Schwaben sind alle echt freundlich,
also ich mag die sehr gerne. Freundliche Menschen und Sonnenschein. Ah, okay,
Freiburg kann ich so unterschreiben. Gut. Dann haben wir noch eine ernste Frage,
die eigentlich auch ein bisschen mit dem Thema Reisen im weitesten Sinne zu tun hat,
und zwar schreibt Simon aus Prag. Hallo, Kari und Manuel, vielen Dank für eure Arbeit.
Ich habe einen Schwager, der aus Aachen kommt und schon seit zehn Jahren in Prag mit meiner
Schwester lebt. Er hat sich mehrmals geäußert, dass er sich nicht mehr vorstellen kann, wieder
nach Deutschland zu ziehen wegen der Sicherheit. In Klammern Halle, Chemnitz, Weihnachtsmarkt in
Berlin und so weiter. Da muss man sagen, das waren alles Terroranschläge. Also in Halle vor
wenigen Wochen gab es einen rechtsradikalen Terrorangriff. In Chemnitz war kein Terrorangriff,
das war im Prinzip ein Streit nachts, der eskaliert ist und wo ein Mensch erstochen wurde. Und das
ist, so traurig es ist, es hat einfach überdimensional viel Aufmerksamkeit bekommen und war
eigentlich. Okay. Und der Weihnachtsmarkt in Berlin vor, wann war das? Zwei, drei Jahren? Ja,
vor drei Jahren. Das war so ein klassischer Terrorangriff, wo wirklich viele Menschen
auch ums Leben gekommen sind hier in Berlin. Genau. Wie seht ihr die Situation? Übertreibt
er nicht? Liebe Grüße aus Tschechien. Ich habe diese Frage auch ausgewählt,
obwohl sie ein bisschen, ja, nicht so angenehm ist, weil ich das tatsächlich schon öfters
gehört habe von Menschen, die, also ganz konkret habe ich tatsächlich Menschen vor
einiger Zeit in Polen getroffen, die mich erkannt haben, gesagt haben, hey, du bist
ja Kari von Easy German. Dann habe ich so wie immer gefragt, so ja, woher kommst du,
warum lernst du Deutsch? Und dann, das war ein Junge, der meinte so, ja, ich früher wollte
ich mal in Deutschland arbeiten, aber jetzt kann ich mir nicht mehr vorstellen, nach Deutschland
zu ziehen, weil es da so gefährlich geworden ist. Und ich war völlig geschockt und dann sind
wir da, das war, glaube ich, letztes Jahr, da sind wir ein bisschen länger durch Polen gefahren und
ich habe gemerkt, dass das noch einige andere diese Vorstellung hatten, dass Deutschland jetzt
gefährlich ist mit Einwanderern, mit Terroranschlägen. Und ich finde, da muss man wirklich aufpassen,
weil man muss wirklich einfach die natürlich sind Sachen, ist jeder Terroranschlag scheiße,
aber das Ziel von einem Terroranschlag ist ja genau, solche Angst zu kreieren. Und das
sollten wir auf keinen Fall zulassen, denn auch wenn jeder Terroranschlag überflüssig und
scheiße ist, die Chance bei einem Terroranschlag, um zu leben zu kommen in Deutschland, ist immer
noch geringer, als von einem Blitz erschlagen zu werden. Und wir haben auch nicht bei jedem
Regenwetter direkt Angst, auf die Straße zu gehen. Also da sollten wir wirklich vorsichtig
sein und man muss sich keine Sorgen machen, Deutschland ist eines der sichersten Länder der
Welt und ihr seid sehr willkommen hier. Und du hast noch eine Statistik rausgesucht,
Cari. Ich finde, die sollte man auch nochmal sagen. Also im Jahr 2017 kamen in Deutschland
3.177 Menschen, also gut 3.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. 3.000 Menschen
sind im Verkehr gestorben und selbst 2016, das war sozusagen das schlimmste Terrorjahr bis
jetzt in Deutschland, sind 26 Menschen durch einen Terroranschlag gestorben. Das sind 26
Menschen zu viel, keine Frage, aber es ist deutlich wahrscheinlicher, dass man bei einem
Fahrradunfall, bei einem Autounfall zu Fuß beim Straße überqueren stirbt, als durch einen
Terroranschlag. Also es steht in keiner Proportion dieses Risiko. Und was du gesagt hast,
Cari, diese Angst, die du von manchen Leuten hörst, ist für mich auch erschreckend und ich
kann mir ein bisschen vorstellen, ich habe zum Beispiel mal gesehen, dass Fox News im Internet,
also Fox News in Amerika, ein sehr konservativer, rechter Nachrichtensender, als in Deutschland,
als wir sehr viele Flüchtlinge aufgenommen haben, besonders aus Syrien, hat Fox News
rauf und runter berichtet, dass jetzt hier unsere Kriminalität ansteigen würde und so
weiter, was völliger Quatsch ist. Die Kriminalität sinkt seit Jahren in Deutschland und wenn man
sich die Statistiken anschaut von der Polizei, dann gibt es keine Hinweise darauf, dass durch
die erhöhte Immigration, die wir haben, die Kriminalität steigt. Und ja, das wird in anderen
Ländern zum Teil aber falsch berichtet, muss man ehrlich sagen. Ja und auch von Politikern
ja angestarrt. Also Donald Trump ist ja so einer, der davon dann spricht, was ist
gestern Nacht in Schweden passiert und also die schwedische Botschaft zum Beispiel hat schon in
mehreren Ländern dementieren müssen, also Nachrichten dementieren müssen, die von Regierungen
rausgegangen sind, weil dort einfach Quatsch geredet wird und das ist tatsächlich extrem
gefährlich und das schreiben uns auch immer wieder Leute. Leute schreiben uns zu unseren
Videos oder E-Mails und schreiben uns, ja in Deutschland kann man ja gar nicht mehr als Frau
auf die Straße gehen, da wird man ja sofort überfallen. Und dann frage ich die Leute,
also am Anfang habe ich dann noch zurückgeschrieben immer und habe dann geschrieben, ja du siehst
ja unsere Videos, du siehst ja, dass wir da auch rumlaufen, wir sind auch, wir sind auf
der Straße, wir sind auch Frauen, du siehst ja doch offensichtlich, dass wir nicht alle
fünf Meter überfallen werden. Also da irgendwo muss man doch auch mit gesundem
Menschenverstand abwägen können, stimmt das jetzt, was ich sehe oder lese oder nicht.
Ich muss echt sagen, ich bin richtig gerade schockiert davon. Ich wusste, dass das in den USA
ein bisschen so ein Thema ist, aber die USA sind weit weg und da habe ich irgendwie nicht die
Erwartungen, dass die jetzt genau wissen, was hier innenpolitisch passiert. Das interessiert
die im Endeffekt auch nicht. Die meisten, es geht einfach nur darum, ihre eigene Agenda
mit irgendwelchen Argumenten zu untermauern. Aber wenn das jetzt bei direkten Nachbarn von
uns auch so ist, die in der EU sind und das ist schon echt so tief drin in Köpfen, dass Leute,
die eigentlich hier aufgewachsen sind, das auch denken, das finde ich wirklich, wirklich
schockierend. Ich verstehe das überhaupt nicht, überhaupt nicht.
Ja. Emanuel, wir haben noch eine letzte Frage und die haben wir für dich aufgehoben. Und
zwar hat Mikel aus den USA geschrieben. Was ist der Unterschied zwischen fühlen und spüren?
Beide übersetzen sich mit too viel. Danke sehr.
Also ich habe natürlich einen Artikel darüber, den wir auch hier verlinken werden.
Ja, bitte. Ich weiß jetzt gar nicht mehr genau, was da drin steht. Spüren ist sehr
unmittelbar und das körperlich fühlen kann taktil sein oder emotional.
Ja. Im Prinzip würde ich auf den ersten Blick sagen, das ist tatsächlich der Unterschied und
das kam ja bei dir aus der Pistole geschossen. Ja, wobei im Artikel ist es besser. Also wenn
ich über irgendwas schreibe, dann vergesse ich das danach, weil es irgendwie erledigt ist.
Verlinken wir in den Show Notes, die ihr seht in eurer Podcast App oder auf easygerman.fm. Dort
gibt es auch alle weiteren Infos zu unseren Transkripten, zu unserer Vokabelhilfe, Bonus-Content
und so weiter. Emanuel, war es das jetzt? Sind wir schon durch mit dem Podcast? Wir haben ja
erst eineinhalb Stunden geredet. Emanuel, wir haben uns sehr gefreut, dass du diese Woche
bei uns warst. Ja, ich mich auch. War voll schön. War schön mit dir zu quatschen. Vielen Dank. Ich
komme gerne wieder. Ja, du bist auf jeder Zeit sehr willkommen. Also, bis nächste Woche.
Es war schön. Danke schön fürs Zuhören. Bis bald. Ciao.